Zum 100. Geburtstag von Claude Lanzmann (1925-2018) widmet sich Franko-viel einer der bedeutendsten filmischen Zeugnisse des 20. Jahrhunderts: Shoah (1985). Neun Stunden und 26 Minuten – ohne Archivbilder, ohne Rekonstruktionen. Ein Film, der unsere Erinnerungskultur verändert hat und bis heute radikal bleibt. Im Mittelpunkt dieser Folge steht Corinna Coulmas, die zehn Jahre lang an der Seite von Claude Lanzmann gearbeitet hat: bei Recherchen, Interviews und der Vorbereitung von Shoah.
Corinna Coulmas spricht über die Entstehungsgeschichte des Films, über die Ethik des Fragens, über die Besonderheit der neuen Audio-Aufnahmen aus dem Jüdischen Museum Berlin und über die Aktualität des Themas angesichts des Antisemitismus heute.
Themen der Folge:
- Claude Lanzmanns 100. Geburtstag und die Bedeutung von Shoah
- Die Entstehungsgeschichte: zehn Jahre Recherche, Gespräche und Konfrontationen
- Das Audio-Archiv: 152 Kassetten, 220 Stunden Material – erstmals öffentlich zugänglich
- Rolle und Perspektive von Corinna Coulmas im Team mit Lanzmann und Irène Steinfeldt
- Sprachlosigkeit, Schweigen und die Ethik des Zeugnisses
- Antisemitismus heute: Was Shoah für unsere Gegenwart bedeutet
Links & Hinweise: Ausstellung „Claude Lanzmann. Die Aufzeichnungen“ – Jüdisches Museum Berlin (28. Nov 2025 – 12. Apr 2026)
UNESCO-Weltdokumentenerbe: Shoah und das Lanzmann-Audioarchiv
Host: Andreas Noll
Gast: Corinna Coulmas
Dieses Podcast-Projekt ist mit freundlicher Unterstützung des Deutsch-Französischen Bürgerfonds und der Gustav-Stresemann-Stiftung in Bonn entstanden.
