Marine Le Pen ist erneut verurteilt worden, darf aber wieder für das Präsidentenamt kandidieren. Ganz frei ist sie dennoch nicht: Ihr drohen Hausarrest und eine elektronische Fußfessel. Mit dem Gang vor den Kassationsgerichtshof setzt sie nun auf Zeit. Kann ihre Kandidatur noch scheitern?
(Foto: IMAGO/Hartmann Christian/Pool/ABACA – Marine Le Pen beim Tv-Interview nach dem Berufungsurteil)
Marine Le Pen darf wieder für das Präsidentenamt kandidieren – obwohl der Schuldspruch gegen sie bestätigt wurde. Prof. Charlotte Schmitt-Leonardy erklärt, weshalb Le Pens Wahlkampf dennoch an einer Fußfessel, der Revision und einer Entscheidung kurz vor der Wahl scheitern könnte.
Kapitelüberschriften:
- Das Berufungsurteil: verurteilt, aber wieder wählbar
- Wahlkampf mit Hausarrest und elektronischer Fußfessel?
- Warum das Gericht die Unwählbarkeit abgemildert hat
- Justiz zwischen Schuldstrafe und demokratischem Wettbewerb
- Was prüft die Cour de cassation?
- Le Pens Wette auf Zeit
- Kann das erstinstanzliche Urteil wieder aufleben?
- Welche Rolle spielt die Staatsanwaltschaft?
- Ein Urteil unmittelbar vor der Präsidentschaftswahl
- Was geschieht, falls Le Pen Präsidentin wird?
Gast dieser Folge:
Prof. Dr. Charlotte Schmitt-Leonardy – Professorin für Strafrecht, Strafprozessrecht und interdisziplinäre Rechtsforschung an der Universität Bielefeld
Diese Podcast-Ausgabe ist mit freundlicher Unterstützung des Deutsch-Französischen Bürgerfonds und der Gustav-Stresemann-Stiftung in Bonn entstanden.
Moderation: Andreas Noll
