Was hält eine Gesellschaft zusammen, wenn sie sich nicht über Nation, Pathos oder große Erzählungen definiert?
In der zweiten Folge von „Krebse. Haie. Staatsbürger.“ geht es um das deutsche Selbstverständnis und den auffälligen Kontrast zu Frankreich. Während französische Politik auf Nation, Republik und große Worte setzt, definieren sich viele Deutsche über etwas ganz anderes: funktionierende Systeme, Verlässlichkeit, Stabilität.
Gast:
Jérémie Gagné vom Thinktank More in Common hat erforscht, wie Deutsche heute über Identität, Heimat und Zugehörigkeit sprechen und warum Stolz hier meist leise, sachlich und regional bleibt.
Studie „Deutsche Identität(en)? Wer wir als Gesellschaft sein wollen“ zum Download
Themen dieser Folge:
- Deutschland und Frankreich: zwei sehr unterschiedliche Formen von Staats- und Bürgerverständnis
- Warum Deutsche lieber stolz auf Institutionen sind als auf die Nation
- Das „doppelte Nie wieder“ als Fundament deutscher Identität
- Heimat zwischen Region, Alltag und Gefühl
- Migration, Zugehörigkeit und erwerbbare Kriterien des Deutschseins
- Grundgesetz, Rechtsstaat und demokratische Stabilität – ohne Pathos
- Was passiert, wenn Solidität und Leistungsversprechen bröckeln?
📌 Franko-viel-Podcast live (Folge 100): 25. Februar 2026, im Gustav-Stresemann-Institut,
Langer Grabenweg 68, 53175 Bonn
Anmeldung über: www.gsi-bonn.de/francallemagne
Coverbild: (KI-Generierung – Gemini)
