In seiner vierten Rede an die Nation in dieser Krise hat Staatspräsident Emmanuel Macron eine Verlängerung der Ausgangssperre bis zum 11. Mai angekündigt. Dafür stellte Macron ab Mitte Mai aber erste Lockerungen in Aussicht.
Ab diesem Datum soll eine allgemeine Schutzmaskenpflicht in Frankreich herrschen und das Alltagsleben wieder langsam hochfahren. Die Frnazosen sollen dann zur Arbeit gehen und die Schulen wieder ihren Unterricht aufnehmen. Diese Lockerungens eien aber nur möglich, wenn sich die Franzosen weiter verantwortungsbewusst verhielten.
Weiterhin geschlossen bleiben ab Mai allerdings die Universitäten, die lediglich online unterrichten dürfen. Auch Restaurants, Cafés, Bars und Kinos sollen erst später wieder öffnen. Auch die Grenzen zu den Nachbarländern sollen offenbar bis September geschlossen bleiben.
Krankenhäuser überlastet
Die Virus-Ausbreitung beginne zu „stagnieren“ und es komme wieder „Hoffnung“ auf, sagte Macron. Gleichwohl seien die Krankenhäuser im Elsass und Lothringen, aber auch in der Hauptstadtregion weiter überlastet. Senioren oder chronisch Kranke sollen denn auch auf unbestimmte Zeit weiterhin zu Hause bleiben.
Frankreich sei „offenkundig“ nicht gut genug auf die Pandemie vorbereitet gewesen, räumte Macron in seiner Fernsehansprache ein. Die Coronavirus-Krise habe wie in allen Ländern „Mängel“ aufgezeigt. In Frankreich habe es vor allem an Schutzanzügen, Handschuhen, Desinfektionsmittel und Masken gefehlt.
Landesweit bislang 15.000 Todesfälle
Die strengen Kontaktregeln gelten in Frankreich bereits seit dem 17. März und wurden schon einmal verlängert. Die Menschen in Frankreich dürfen derzeit das Haus nur verlassen, wenn es unbedingt nötig ist und dann auch nur mit Passierschein. Zu den erlaubten Aktivitäten zählen der Einkauf von Lebensmitteln, Arztbesuche und Spaziergänge mit den Hund. Spaziergänge und Sport dürfen maximal eine Stunde pro Tag im Radius von einem Kilometer zur Wohnung erfolgen.
Frankreich ist eines der am schwersten von der Pandemie betroffenen Länder in Europa. Bis Montag zählte das Land knapp 15.000 Todesfälle in Zusammenhang mit dem Virus SARS-CoV-2. Die Zahl der Patienten auf den Intensivstationen ist allerdings seit mehreren Tagen leicht rückläufig.
