In der Auftaktfolge unserer Serie „Krebse. Haie. Staatsbürger.“ spricht der Historiker Prof. Dr. Thomas Maissen über die fundamental unterschiedlichen Wege, die Deutschland und Frankreich eingeschlagen haben.
Die Köpfe dieser Folge – Eine Reise durch die Ideengeschichte: Um zu verstehen, warum wir heute so verschieden leben, müssen wir die Architekten unserer Staatsvorstellungen kennen. In dieser Folge begegnen wir:
Jean-Jacques Rousseau: Der Optimist, der den Menschen vom Ballast der Tradition befreien will, um den wahren Citoyen zu schaffen.
Thomas Hobbes: Der Realist, der den Staat als „Leviathan“ braucht, um das Chaos der menschlichen Natur zu bändigen.
Martin Luther: Dessen Erbe der Gewissensfreiheit und des sündigen Menschen das deutsche Staatsverständnis bis heute untergründig prägt.
Charles de Montesquieu: Der Vater der Gewaltenteilung und der „Zwischengewalten“, die in Deutschland blühen und in Frankreich beschnitten wurden.
Konrad Adenauer: Der rheinische Föderalist, dessen 150. Geburtstag wir zum Anlass nehmen, über die „Staatsgesinnung“ der Deutschen zu sprechen.
In dieser Folge erfahren wir:
- Menschenbild: Warum Frankreich an das Gute im Menschen glaubt, während die deutsche Tradition eher vom „Sünder“ ausgeht.
- Zentralismus vs. Föderalismus
- Bildung als Staatsauftrag: Wie die „École de la République“ das „republikanische Betriebssystem“ installiert.
- Trauma 1870/71: Wie der Sieg des „preußischen Schulmeisters“ Frankreichs Eliten-System radikalisierte.
Roadmap der Serie: Diese Folge bildet das historische Fundament. In den kommenden Wochen begleiten wir den Staatsbürger durch seine gesamte Biografie: Vom Kreißsaal und der Bindungskultur über die Schulzeit bis zu den letzten Lebensjahren des Menschen.
Gast: Prof. Dr. Thomas Maissen, Historiker an der Universität Heidelberg und Experte für politische Ideengeschichte (Heidelberg/Paris).
Link zur Folge:
Konrad Adenauer: Weihnachtsansprache 1962.
Kontakt: Lob, Kritik und Anregungen gerne an khb@andreas-noll.de
