Geschichte

Schmidt und Giscard d’Estaing

Mit Helmut Schmidt und Valéry Giscard d'Estaing übernahmen 1974 zwei junge Politiker die Macht, die zwar unterschiedlichen politischen Lagern angehörten, aber auf persönlicher Ebene gut miteinander harmonierten. Das "Tandem" Schmidt-Giscard belebte den zehn Jahre alten Élysée-Vertrag neu und startete...

Appeasementpolitik

Auf dem Gebiet der Außenpolitik verfolgte die Volksfront konsequent eine Politik der Nichteinmischung und war auf Frieden und Verteidigung eingestellt. Geprägt von den Ideen des Antimilitarismus und des Pazifismus, ließ Blum den damals noch unsicheren Reichskanzler Adolf Hitler gewähren,...

Brandt und Pompidou

Mit der Wahl Georges Pompidous zum neuen Staatspräsidenten zog am 19. Juni 1969 ein Politiker in den Élysée-Palast, der Deutschland eher reserviert gegenüberstand und sowohl den politischen als auch wirtschaftlichen Machtzuwachs des Nachbarn als Gefahr für Frankreich betrachtete. Die...

Kernpunkte des Élysée-Vertrages

Der Vertrag über die deutsch-französische Zusammenarbeit begründete eine sehr weitreichende Zusammenarbeit zwischen den beiden Staaten. Mit regelmäßigen Treffen der Staats- und Regierungschefs und einem engmaschigen Netz von Konsultationen auf Ministerebene sollte eine möglichst weitgehende Übereinstimmung der deutschen und französischen...

Élysée-Vertrag (Dokument)

Vertrag zwischen der Bundesrepublik Deutschland und der Französischen Republik über die deutsch-französische Zusammenarbeit vom 22. Januar 1963 Im Anschluß an die Gemeinsame Erklärung des Bundeskanzlers der Bundesrepublik Deutschland und des Präsidenten der Französischen Republik vom 22. Januar 1963 über die...

Schnelle Wechsel der parlamentarischen Mehrheiten

Nach dem Rücktritt von Edouard Daladier (1934) bildete Gaston Dumergue eine Regierung der nationalen Einheit (Union-nationale), die wieder ohne Zustimmung der Kommunisten und Sozialisten auskommen mußte. Zum wiederholten Male hatten sich innerhalb einer Legislaturperiode die Mehrheitsverhältnisse im Parlament umgekehrt....

Deutsch-französische Beziehungen nach dem Vertrag

In den Jahren nach Unterzeichnung des Élysée-Vertrages kühlten sich die Beziehungen zwischen Deutschland und Frankreich merklich ab. Bundeskanzler Ludwig Erhard sprach sich öffentlich gegen die "kleineuropäische Politik" des Vertrages aus und suchte vielmehr den engen Schulterschluss mit den Vereinigten...

Republik: zweiter Versuch

Für die Opposition war nach dem Rücktritt von "Bürgerkönig" Louis Philippes der Weg zur Bildung einer provisorischen Regierung frei. Noch am Abend des 24. Februar 1848 wurde die Zweite Französische Republik ausgerufen. Chef der provisorischen Regierung wurde Alphonse de...

Regentschaft des „Bürgerkönigs“

Mit der Abdankung Karl X. erreichten Kleinbürgertum und Arbeiterschaft ihr Ziel, die Wiedererrichtung der Republik, nicht, sondern mussten sich damit begnügen, dass die von Besitzbürgern dominierte Kammer den "Bürgerkönig" Louis Philippe (1830-1848) aus der bourbonischen Nebenlinie Orléans wählten und...

Ultraroyalist Karl X. übernimmt die Macht

Nach dem Tode Ludwig XVIII .am 16. September 1824 folgte ihm sein jüngerer Bruder als Karl X., der vor der Thronbesteigung den Titel Comte d'Artois führte, auf den französischen Thron .Bis dahin gehörte Karl zu der Spitze der reaktionären...

Linkskartell und Annäherung an Deutschland

Unter dem Eindruck der harten Deutschlandpolitik, die bei Frankreichs Verbündeten für Irritation sorgte, und der Wirtschaftsprobleme gewann bei den Parlamentswahlen 1924 das linke Parteienbündnis "Linkskartell" (Cartel des gauches) und löste den Bloc national im Staatspräsidium und in der Regierung...

Reaktionen auf den Élysée-Vertrag

Streit zwischen "Gaullisten" und "Atlantikern" Obwohl die heute guten Beziehungen zwischen den Bevölkerungen beider Länder ein deutlich sichtbarer Erfolg des deutsch-französischen Vertrages sind, hatten zum damaligen Zeitpunkt viele Politiker Vorbehalte gegen den Élysée-Vertrag. In der heftigen Diskussion über den künftigen...

Zurück zum König

Knapp 20 Jahren nach der öffentlichen Hinrichtung Ludwig XVI. hielt die Monarchie wieder Einzug in Frankreich. Den Königsthron bestieg mit Ludwig XVIII. wieder ein Bourbone. Der Bruder des guillotinierten Ludwig XVI. hatte Revolution und Herrschaft Napoleons im Exil verbracht. Die verfassungsmäßige Wiederherstellung des...

Vorgeschichte des Elysée-Vertrages

Mit den Plänen für einen deutsch-französischen Vertrag reagierte Staatspräsident Charles de Gaulle auf das Scheitern der von Frankreich forcierten "Fouchet-Pläne". De Gaulle wollte mit ihnen die Bildung einer europäischen politischen Union anstreben, doch Meinungsunterschiede über die Beziehungen zu den...

Deutschlands wird wieder Partner in Europa

Da die Aufteilung Deutschlands in Kleinstaaten 1948 gescheitert war, wollte die französische Politik auf andere Art und Weise eine Kontrolle zukünftiger deutscher Macht sicherstellen. Eine solche Kontrolle versprach eine möglichst umfassende Einbindung des deutschen Gefahrenpotentials durch supranationale Behörden. In...